Chronik und Höhepunkte

1852  Der Ursprung des Vereins:
Es wurde fĂŒr 7 Auswanderer nach Amerika ein AbschiedsstĂ€ndchen gebracht.

1857  VereinsgrĂŒndung am 13. November. Die sangesfreudigen MĂ€nner des Ortes schlossen sich
zu einem Verein zusammen und gaben ihm den schlichten Namen „MĂ€nner-Gesangverein“. Es
war der erste Verein Boffzen’s und der benachbarten Gemeinden mit Ausnahme der StĂ€dte.

Unter der Leitung von Kantor Klingspohr wurde nun der Gesang in regelmÀssigen Singstunden
gepflegt - auch frohe, gesellige Stunden und Feiern schlossen sich an und knĂŒpften das Band
unter den SangesbrĂŒdern noch inniger und fester.

Zu dieser Zeit war Boffzen wesentlich kleiner – es reichte von Ebelings Haus an der Gabelung der
Oberen Dorfstrasse und der Bachstrasse bis zur Farbe. Von Schraders Ecke in Richtung zum
Solling stand noch kein Haus, ausgenommen die beiden MĂŒhlengrundstĂŒcke, Kohlstedts MĂŒhle
und Hinzes MĂŒhle. Vor den FachwerkhĂ€usern standen die Holzdiemen und Wagen neben dem
Dunghaufen, den Misten. Boffzen war zu der Zeit ein reines Bauerndorf mit 110 HĂ€usern und 1200
Einwohnern. Die GlashĂŒtten bestanden noch nicht, abgesehen von der in RottmĂŒnde (1856).
Damals stand auch noch das alte Pfarrhaus direkt an der Strasse, in der Wilhelm Raabe aus-
und einging, um seinen Schwager Pastor Tappe zu besuchen.

1867  Am 13. November wurde durch den Lehrer O. Peters, und mehreren Sangesfreunden, der
„MĂ€nner-Gesangverein“ umbenannt in „MĂ€nner-Gesang-Verein zu Boffzen“
.

1870  Die Statuten werden am 12. MĂ€rz neu festgelegt

Wie aus der Satzung zu entnehmen ist wird vor jeder Neuaufnahme ĂŒber den Betreffenden in der
Generalversammlung ballotiert. Eine ErlĂ€uterung hierfĂŒr:
Ballotage, Ballotement oder Kugelung nennt man nach dem Französischen die Abstimmung
mittels weißer und schwarzer Kugeln ĂŒber Jemandes Aufnahme oder Nichtaufnahme in eine
Gesellschaft, oder ĂŒber einen andern Gegenstand. Die weissen oder hellen Kugeln gelten als
Bejahung, die schwarzen oder dunkeln als Verneinung. Dieses Ballotieren hat vor der mĂŒndlichen
Abstimmung den Vorzug, dass die Namen der Stimmenden unbekannt bleiben, wodurch grössere
Unbefangenheit bei der Abstimmung erreicht und manche Unannehmlichkeit vermieden wird.

1874  Ausserordentliche Generalversammlung am 18. Mai.
Tagesordnung: Besprechung eines PfingstvergnĂŒgens
Die Versammlung beschloss am 2. Pfingstmorgen eine Partie nach RottmĂŒnde zu machen.
Treffen um 4.00 Uhr morgens bei Schoppen Haus. Ein Anker Bier (37 Liter) wird aus der Kasse zu
zahlen beschlossen.

1875  SĂ€ngerfahrt nach Pyrmont am Samstag nach Hagelfeier. Ein Anker Bier soll aus der Kasse
gezahlt werden. Fast alle Mitglieder haben zugesagt, jedoch sollen alle diejenigen, welche ohne
genĂŒgenden Grund nicht mitmachen, eine Strafe von 7 Âœ Groschen bezahlen. Es sollen 3 Wagen
fahren, Treffpunkt 10.00 Uhr im Vereinslokal.

1876  Weihung der Vereinsfahne (das Symbol der Zusammengehörigkeit).
Die bestellte Fahne liegt dem Verein zur Ansicht fertig vor, dieselbe ist in allen Teilen brillant
ausgefĂŒhrt und zur vollsten Zufriedenheit des Vereins ausgefallen, weshalb beschlossen wird dem
Lieferanten, Herrn Joh. Meyer, Kassa dafĂŒr einzusenden und ein Dank- und Lobschreiben
beizufĂŒgen. Die Einweihung der Fahne soll Nachmittags um 3.00 Uhr, wenn das Wetter gĂŒnstig, auf
dem SchĂŒtzenplatze stattfinden. Sodann soll ein Zug durch den Ort gemacht werden und ein
Konzert um 6.00 Uhr beginnen.

1877  Der Verein beschliesst, sich als Verein photographieren zu lassen.

1879  Eintritt in den Ober-Weser-SĂ€ngerbund.

1881  Zu Herzogs JubilĂ€um wird beschlossen den Abend durch einen Kommers zu feiern.

1876  Weihung der Vereinsfahne (das Symbol der Zusammengehörigkeit)

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1905  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes in Boffzen

1927  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes
1934
  Auflösung des Vereins, bedingt durch das Gleichschaltungsgesetz von 1933
1947  Wiederanfang nach dem 2. Weltkrieg mit 41 Mitgliedern

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1950  Rundfunkreportage mit dem Verein am 13. August im Pfarrgarten
unter der „Wilhelm-Raabe-Buche“

1954  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes in Boffzen
1957  Der MGV von 1857 Boffzen e. V. wird Mitglied im Sollinger SĂ€ngerbund

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1957  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes in Boffzen zum 100jĂ€hrigen JubilĂ€um
Festumzug in der Sollingstrasse

1958  Verleihung der Zelter-Plakette am 23. August in Hannover
Die Zelter-Plakette wurde im Jahr 1956 "als Auszeichnung fĂŒr Chorvereinigungen, die sich in
langjÀhrigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen
Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben" von
BundesprÀsident Theodor Heuss gestiftet (Stiftungserlass vom 7. August 1956). Unter demselben
Datum sind die "Richtlinien fĂŒr die Verleihung der Zelter-Plakette" veröffentlicht, die auch das
Antragsverfahren vorgeben. Sie wurden am 25. Juli 1960 ergĂ€nzt. 
Die Plakette zeigt auf der Vorderseite Carl Friedrich Zelter (1758-1832), auf der RĂŒckseite den
Bundesadler mit der Umschrift "FĂŒr Verdienste um Chorgesang und Volkslied". Sie wird
zusammen mit einer Urkunde ĂŒberreicht
.

Zelter-Plakette_1
Zelter-Plakette_2

Die Zelter-Plakette wird frĂŒhestens aus Anlass des einhundertjĂ€hrigen Bestehens eines Chores auf dessen Antrag durch den BundesprĂ€sidenten verliehen. 
Voraussetzung fĂŒr die Verleihung ist der Nachweis, dass sich der Chor in ernster und erfolgreicher
musikalischer Arbeit der Pflege des Chorgesanges gewidmet und im Rahmen der örtlich
gegebenen VerhĂ€ltnisse kĂŒnstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat. 
Der AushÀndigung der Plaketten geht in jedem Jahr - traditionsgemÀss am Sonntag Laetare drei
Wochen vor Ostern - zur Verleihung auf Bundesebene ein zentraler Festakt an wechselnden Orten
voraus. Bei diesem Festakt ĂŒberreicht der BundesprĂ€sident oder dessen Vertreter einem der
auszuzeichnenden Chöre die Zelter-Plakette und die Urkunde stellvertretend fĂŒr alle Chöre, die
diese Ehrung im gleichen Jahre erfahren.
Auf Landesebene erfolgt die Übergabe der Plaketten und Urkunden in der Zeit nach dem zentralen
Festakt. In einigen LĂ€ndern findet eine Festveranstaltung statt, in der der jeweilige Kultusminister
die Plaketten und Urkunden aushÀndigt. In anderen BundeslÀndern erfolgt die AushÀndigung
durch den zustÀndigen RegierungsprÀsidenten oder dessen Beauftragten bei einem JubilÀumsfest
des Chores oder bei anderer Gelegenheit. Auskunft hierĂŒber erteilt das zustĂ€ndige
Kultusministerium.

1966  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes
BezirkssÀngerfest des Sollinger SÀngerbundes mit 1000 aktiven SÀngern
.

1975  Ausrichter des BundessĂ€ngerfestes in Boffzen

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1982  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes in Boffzen zum 125jĂ€hrigen JubilĂ€um
Der MGV von 1857 Boffzen vor dem Vereinslokal „Zum Weißen Roß“

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1994  Ausrichter des Volks- und SĂ€ngerfestes
Der MGV von 1857 Boffzen vor dem Vereinslokal „Gasthof Niedersachsen“

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1997  Der MĂ€nnergesangverein von 1857 Boffzen e. V. anlĂ€sslich eines Konzertes
zum 140jÀhrigen Bestehens

2004  Der Verein zĂ€hlt 93 Mitglieder, darunter 35 aktive SĂ€nger

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2004  Vereinsfoto vom 31.08.2004 mit Dirigentin Marina Solowjewa

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2007  Ausrichter des BundessĂ€nger- und Volksfestes
Der MGV von 1857 Boffzen in der Erlöserkirche
Bestehend aus folgenden Mitgliedern (jeweils von links nach rechts)
sitzend: Paul Lehmkuhl, Willi PĂ€kel, Wilhelm Schoppe, Helmut Kohlstedt sen., Siegfried Heibert,
Rudi Liesch, Karl Blumenberg, Hellmuth SchĂ€fer, Heinrich Meyer, Alfred Keil, GĂŒnther Beck
stehend: Andreas Schoppe, Karl-Heinz Schoppe, Dirk Weike, Frank Rassel, Christian Rikus,
Klaus Hoffmann, Andreas Liesch, Bernd Behlert, Manfred Heiser, Stephan Menzel,
Alexander Klammer, Friedrich Kleine, Stefan Laufenburg, Werner Hansmann, Gerd Wilde,
Reinhard Göhmann, Karl-Heinz Gelsdorf, Thomas Beck, Heinrich Schrader, Stefan Radtke,
Dirigentin Marina Solowjewa, Jörg Klammer, JĂŒrgen Hansmann, Hartmut GĂŒnther,
Heinrich Kemper, Horst Menzel, Uwe Scherfose, Frank Kleine, Dieter Weike, Detlef Patermann,
Hubert Schudnagis, Jörg Bost, Rolf Schlieker, Erwin Altenberend, Reinhard Becker,
Karl-Heinz Göhmann, Michael Rikus, Werner Schoppe, GĂŒnther Schubert, JĂŒrgen Pahl,
Karl Schoppe, Kurt Meyer, Christoph Hoffmann

2007  ZĂ€hlt der Verein 89 Mitglieder, darunter 40 aktive SĂ€nger

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